Warum sind frisch gepresste Säfte besser?

Frisch gepresste Säfte liefern Ihrem Körper Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe in ihrer natürlichsten Form — ohne Zucker, ohne Konservierungsstoffe, ohne Erhitzung. Im Gegensatz zu gekauften Säften aus dem Supermarkt bleiben bei der schonenden Pressung im Slow Juicer nahezu alle Nährstoffe erhalten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum selbst gepresste Säfte so viel gesünder sind, was Pasteurisierung mit Ihrem Saft macht und welche Presstechnik die besten Ergebnisse liefert.

Frisch gepresst vs. gekauft — Was steckt wirklich drin?

Gekaufte Säfte — egal ob als „Saft", „Nektar" oder „Saftgetränk" deklariert — müssen laut Lebensmittelgesetz haltbar gemacht und sterilisiert werden. Das geschieht fast immer durch Pasteurisierung: eine kurzzeitige Erhitzung auf über 78 °C. Was dabei passiert:

  • Enzyme werden zerstört — sie sind hitzeempfindlich und gehen bei der Pasteurisierung weitgehend verloren
  • Phytonährstoffe werden reduziert — sekundäre Pflanzenstoffe leiden unter der Hitzebehandlung
  • Vitamine werden abgebaut — besonders Vitamin C und B-Vitamine sind hitzelabil
  • Zucker wird zugesetzt — viele industrielle Säfte enthalten zusätzlichen Fabrikzucker
  • Geschmack verändert sich — pasteurisierter Saft schmeckt deutlich anders als frisch gepresster

 

Fazit: Gekaufter Saft muss aufgrund der gesetzlichen Anforderungen „tot" sein — die wertvollsten Inhaltsstoffe wurden durch die Erhitzung bereits zerstört. Frisch gepresster Saft dagegen enthält 100 % der Nährstoffe in ihrer aktiven, bioverfügbaren Form.

Die gesundheitliche Wirkung frisch gepresster Säfte

Frisch gepresste Säfte sind weit mehr als nur ein Getränk. Sie liefern eine konzentrierte Ladung an Vitalstoffen, die Ihr Körper sofort verwerten kann:

  • Schnelle Nährstoffaufnahme: Da die Ballaststoffe beim Entsaften vom Saft getrennt werden, gelangen Vitamine und Mineralstoffe besonders schnell in den Blutkreislauf
  • Mehr Obst und Gemüse im Alltag: Mit einem Glas Saft nehmen Sie die Nährstoffe von mehreren Portionen Obst und Gemüse auf — deutlich mehr, als die meisten Menschen essen würden
  • Verdauung und Entgiftung: Bestimmte Säfte (z. B. Karottensaft, Rote-Bete-Saft) unterstützen die Leberfunktion und die Verdauung
  • Lebendige Enzyme: Enzyme aus frischen Säften unterstützen Stoffwechselprozesse, die bei pasteurisiertem Saft nicht mehr möglich sind
  • Natürliches Antioxidans: Frische Säfte sind reich an Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren

Besonders wertvoll: Grüne Säfte und Gemüsesäfte

Gemüsesäfte aus Sellerie, Spinat, Grünkohl oder Weizengras zählen zu den echten „Superfoods". Sie enthalten besonders viele Mineralstoffe, Chlorophyll und sekundäre Pflanzenstoffe — und deutlich weniger Fruchtzucker als reine Obstsäfte. Für Selleriesaft-Fans empfehlen wir unseren Sellerie Entsafter Test mit den besten Geräten im Vergleich.

Für wen sind frisch gepresste Säfte besonders empfehlenswert?

Frisch gepresste Säfte sind für nahezu jeden eine Bereicherung — besonders profitieren jedoch:

Kinder lieben frisch gepresste Säfte
  • Kinder: Gemüse als Saft, kombiniert mit etwas Apfel oder Mango, wird zum Genuss — deutlich gesünder als gezuckerte Limonaden
  • Ältere Menschen: Wer aufgrund von Appetitmangel oder Zahnproblemen weniger Obst und Gemüse isst, kann über frische Säfte wichtige Nährstoffe aufnehmen
  • Sportler: Frische Säfte liefern schnell verfügbare Energie und Mineralstoffe zur Regeneration
  • Menschen in Saftkuren: Gezielte Saftfasten-Kuren mit frisch gepressten Säften sind beliebt zur Entlastung des Verdauungssystems
  • Alle, die mehr Gemüse essen wollen: Mit einem Entsafter nehmen Sie mühelos Mengen an Gemüse auf, die Sie sonst nie essen würden

Zentrifugalentsafter vs. Slow Juicer — Die richtige Presstechnik

Zentrifugalentsafter vs. Slow Juicer Vergleich

Nicht jeder Entsafter liefert die gleiche Saftqualität. Die Presstechnik macht einen großen Unterschied:

Zentrifugalentsafter — Schnell, aber nährstoffärmer

  • Zerkleinern Obst und Gemüse bei hoher Drehzahl (bis zu 15.000 U/min)
  • Hoher Sauerstoffeintrag durch Zentrifugalkraft → beschleunigte Oxidation
  • Enzyme und hitzeempfindliche Vitamine werden geschädigt
  • Für Blattgemüse, Kräuter und Gräser (z. B. Weizengras) ungeeignet
  • Saft schäumt stark und ist weniger lang haltbar

Slow Juicer — Schonend pressen, mehr Nährstoffe

  • Arbeiten mit niedrigen Drehzahlen (40–80 U/min)
  • Minimaler Sauerstoffeintrag → Enzyme und Vitamine bleiben erhalten
  • Höhere Saftausbeute als Zentrifugalentsafter
  • Verarbeiten auch Blattgemüse, Gräser, Kräuter und Sprossen
  • Saft ist bis zu 48–72 Stunden im Kühlschrank haltbar
  • Leiser Betrieb

 

Die Pioniere der Slow-Juicer-Technik sind die koreanischen Premium-Hersteller Hurom (seit 1974), Kuvings und Angel Juicer. Alle drei finden Sie in unserem Shop.

  

Welcher Slow Juicer ist der richtige für Sie?

Die Wahl des richtigen Entsafters hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Hier ein Überblick über die beliebtesten Modelle:

Modell Typ Besonderheit Preis (UVP)
Hurom E30ST Vertikal Einsteiger, Pure Press, kompakt 329 €
Hurom H70FT Vertikal AllinOne, schnellste Reinigung 479 €
Hurom H320 Vertikal Premium-Haptik, 2L Einfülltrichter 475 €
Hurom H400 Vertikal Multischnecke, auch Banane 577 €
Angel Juicer 5500 Horizontal (Twin Gear) 100% Edelstahl, höchste Saftausbeute 1.349 €

Eine ausführliche Kaufberatung mit allen Entsafter-Typen finden Sie in unserem Entsafter Test & Kaufberatung 2026. Dort vergleichen wir alle aktuellen Modelle mit Videos und Testergebnissen.

Tipps für den Einstieg ins Entsaften

Sie möchten mit dem Entsaften anfangen? Hier ein paar praktische Tipps:

  1. Starten Sie einfach: Karotte + Apfel + Ingwer ist ein Klassiker für Einsteiger — schmeckt gut und ist nährstoffreich
  2. Gemüse vor Obst: Versuchen Sie, den Gemüseanteil schrittweise zu erhöhen. Grüne Säfte sind besonders wertvoll
  3. Bio bevorzugen: Besonders bei Zutaten, die mit Schale entsaftet werden (Äpfel, Karotten, Sellerie)
  4. Direkt trinken: Frisch gepresster Saft ist am nährstoffreichsten, wenn er sofort getrunken wird. Im Kühlschrank hält er 48–72 Stunden
  5. Abwechslung: Variieren Sie die Zutaten — jedes Obst und Gemüse liefert andere Vitalstoffe


Häufige Fragen

Warum sind frisch gepresste Säfte besser als gekaufte?

Gekaufte Säfte müssen laut Gesetz pasteurisiert (auf über 78 °C erhitzt) werden. Dabei gehen hitzeempfindliche Enzyme, Vitamine und Phytonährstoffe verloren. Frisch gepresste Säfte enthalten dagegen 100 % der Nährstoffe in ihrer aktiven, bioverfügbaren Form — ohne Zucker, Konservierungsstoffe oder sonstige Zusätze.

 

Was ist der Unterschied zwischen Slow Juicer und Zentrifugalentsafter?

Zentrifugalentsafter arbeiten mit hohen Drehzahlen (bis 15.000 U/min), wobei viel Sauerstoff eingewirbelt wird — Enzyme oxidieren und Vitamine werden geschädigt. Slow Juicer pressen bei nur 40–80 U/min schonend, erhalten dadurch mehr Nährstoffe und liefern eine höhere Saftausbeute.

 

Welche Säfte sind am gesündesten?

Grüne Säfte aus Sellerie, Spinat, Grünkohl oder Weizengras gelten als besonders nährstoffreich. Sie enthalten viel Chlorophyll, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe bei wenig Fruchtzucker. Für Einsteiger empfiehlt sich eine Mischung aus Gemüse und etwas Obst.

 

Wie lange hält frisch gepresster Saft?

Frisch gepresster Saft aus einem Slow Juicer ist im Kühlschrank 48–72 Stunden haltbar, da durch die schonende Pressung wenig Sauerstoff eingetragen wird. Saft aus einem Zentrifugalentsafter sollte dagegen sofort getrunken werden.

 

Kann ich mit einem Entsafter auch Pflanzenmilch oder Eiscreme machen?

Ja! Moderne Slow Juicer wie der Hurom H70FT oder H400 können mit gefrorenen Früchten Eiscreme und Sorbets herstellen. Für Pflanzenmilch eignen sich besonders Modelle mit Feinsieb wie der Hurom E30ST oder H320.

 

Welcher Entsafter eignet sich für Einsteiger?

Für Einsteiger empfehlen wir den Hurom E30ST (329 €) — kompakt, einfach zu bedienen und ideal als Einsteigermodell mit guter Saftqualität. Wer maximalen Komfort möchte, greift zum Hurom H70FT (479 €). Ambitionierte Entsafter finden im Angel Juicer 5500 (1.349 €) das Spitzengerät aus 100 % Edelstahl.