PFAS aus dem Trinkwasser filtern: So schützen Sie sich effektiv vor Ewigkeitschemikalien
Die Nachrichten über Wasserverunreinigungen reißen nicht ab. Immer häufiger fallen Begriffe wie PFAS, PFT oder TFA. Diese Stoffgruppe, oft als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet, stellt Wasserversorger und Verbraucher vor enorme Herausforderungen. Viele unserer Kunden fragen uns besorgt: „Kann ich diese Stoffe überhaupt aus meinem Leitungswasser entfernen?“
Die gute Nachricht vorweg: Ja, das ist möglich. PFAS sind synthetische Ewigkeitschemikalien, die Labore zunehmend im Trinkwasser weltweit nachweisen. Sie reichern sich im Körper an und stehen im Verdacht, gesundheitliche Folgen auszulösen. Doch Sie können Ihre Belastung schon heute reduzieren.
In diesem Beitrag erklären wir, was PFAS so problematisch macht und welche Filtertechnologien – von der Carbonit Hybrid-Technologie mit Uni-Studie bis zur Umkehrosmose – wirklich helfen.
Was sind PFAS und warum landen sie im Glas?
PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) umfassen mehrere tausend chemische Verbindungen. Sie sind wasser-, fett- und schmutzabweisend, weshalb die Industrie sie jahrzehntelang in Pfannen, Outdoor-Kleidung und Löschschaümen einsetzte. Doch ihre Stärke ist auch ihr Fluch: In der Natur bauen sie sich kaum ab. Besonders problematisch sind Abbauprodukte wie TFA (Trifluoracetat). Diese extrem mobilen und langlebigen Stoffe sickern ins Grundwasser und gelangen so in unser Trinkwassersystem. Herkömmliche Kläranlagen können diese mikroskopisch kleinen Moleküle oft nicht zurückhalten.
Filterung von PFAS, TFA & BPA: Welche Technologien funktionieren?
Nicht jeder Filter entfernt PFAS zuverlässig. Deshalb stellen wir Ihnen die Technologien vor, die in unabhängigen Tests tatsächlich überzeugt haben.
1. Carbonit GFP P200 iA – wissenschaftlich getestet an der Uni Stuttgart
Der deutsche Hersteller Carbonit hat mit der Carbonit GFP P200 iA PFAS Schutz eine Hybrid-Patrone entwickelt, die einen gesinterten Aktivkohleblock mit einem speziellen instrAction-Ionenaustauscher-Harz kombiniert. Die Aktivkohle übernimmt die Basisarbeit (Geschmack, Geruch, Pestizide), während das patentierte Harz im Inneren als selektiver Fänger für perfluorierte Verbindungen fungiert.
ISWA-Studie der Universität Stuttgart (2026)
Im Frühjahr 2026 hat das Institut für Sanitärtechnik, Wasserqualität und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart die Filterleistung wissenschaftlich untersucht. Dr. Behnam Askari Lasaki und Prof. Dr. Harald Schönberger verglichen drei Filterkonfigurationen unter realistischen Bedingungen mit Bodensee-Trinkwasser (pH 7,0).
Getestete PFAS-Verbindungen: TFA (Trifluoressigsäure, 1,4 µg/l), PFOA (1,5 µg/l), PFHxA (0,1 µg/l), PFBS (0,3 µg/l)

Ergebnis: Aktivkohle allein – frühe Durchbrüche
Reine Aktivkohle zeigt zwar gute Anfangsleistung, aber frühe Durchbrüche bei kurzkettigen PFAS: PFHxA bei ca. 2.000 Litern, PFOA bei ca. 2.500 Litern. Daher reicht Aktivkohle allein für eine zuverlässige PFAS-Entfernung nicht aus.

Ergebnis: Hybrid-Filter GFP P200 – beste Gesamtleistung
Die Kombination aus Aktivkohle und instrAction-Absorberharz P 200 zeigt die beste Gesamtleistung aller getesteten Systeme. Die Aktivkohle dient als Vorkonditionierungsstufe, während das Harz PFAS-Verbindungen selektiv adsorbiert – ein Synergieeffekt, den kein Einzelsystem erreicht.

| PFAS-Typ | Aktivkohle allein | instrAction-Harz | Hybrid GFP P200 |
|---|---|---|---|
| PFOA | Durchbruch ~2.500 L | >99,9% | >99,9% |
| PFHxA | Durchbruch ~2.000 L | >99,9% | >99% |
| PFBS | >99,9% | >99,9% | >99,9% |
| TFA (C2, ultrakurzkettig) | ~50% | ~50% | ~55% |
Quelle: ISWA, Universität Stuttgart – Dr. Askari Lasaki, Prof. Schönberger (März 2026). TFA-Analytik: DVGW Technologiezentrum Wasser (TZW), Karlsruhe.
Die drei getesteten Filterpatronen im Überblick

NSF-53 Testergebnisse: Langzeit-Kapazität bestätigt
Zusätzlich zur ISWA-Studie wurde die GFP P200 iA nach dem internationalen NSF-53-Protokoll getestet – dem weltweit anerkannten Standard für Trinkwasserfilter. Fünf verschiedene PFAS-Typen (PFOS, PFOA, PFBS, PFNA, PFHpA) wurden unter realistischen Bedingungen geprüft.

Kernergebnis: Der strenge Grenzwert von 20 ng/l (PFAS-Summe) hielt der Filter über 20.000 Liter (20 m³) ein. Dabei band der Absorber insgesamt rund 63 mg PFAS dauerhaft – ohne Rücklösung ins Filtrat. Gemäß den NSF-Vorschriften ergibt sich daraus eine zertifizierte Lebensdauer von bis zu 16.000 Litern (mit Lebensdaueranzeige) bzw. 10.000 Litern (ohne Anzeige).
Unsere Empfehlung: Die Carbonit GFP P200 iA PFAS Schutz ist die einzige Filterpatrone mit unabhängiger Uni-Studie, die >99,9% PFAS-Abscheidung bei erhaltener Mineralisierung nachweist. Passt in alle gängigen Carbonit- und Alvito-Filtergehäuse.
PFAS-Studie als PDF herunterladen
- PFAS-Studie herunterladen (Deutsch, PDF)
- PFAS Study Download (English, PDF)
- Wissenschaftlicher ISWA-Report (English, PDF)
2. Umkehrosmose – maximale Sicherheit
Umkehrosmoseanlagen entfernen bis zu 99% der PFAS – einschließlich TFA und aller anderen kurz- und langkettigen Verbindungen. Die semipermeable Membran hält auch ultrakurzkettige Moleküle zuverlässig zurück. Damit bietet Umkehrosmose die sicherste Methode für saubereres Wasser zuhause oder im Business.
Der Nachteil: Die Membran entfernt auch alle Mineralien aus dem Wasser. Deshalb sollten Sie das Wasser anschließend nachbehandeln. Umkehrosmose eignet sich besonders für Haushalte, die maximale Sicherheit gegen alle Schadstoffe wünschen – nicht nur gegen PFAS, sondern auch gegen Schwermetalle, Medikamentenrückstände, Nitrat und Mikroplastik.
Fazit: Wer den Geschmack seines Wassers grundsätzlich mag, der sollte sich die Carbonit GFP P200 iA anschauen – hier bleiben die Mineralien erhalten. Wer sein Leitungswasser überhaupt nicht mag oder maximale Reinheit möchte, greift zur Umkehrosmose.
Alle Umkehrosmoseanlagen im Überblick »
3. Elektro-Adsorption (Disruptor® Technologie)
Eine weitere spannende Technologie ist das Disruptor® Filtervlies von Ahlstrom-Munksjö. Es funktioniert nicht wie ein Sieb, sondern wie ein Magnet: Die Fasern des Vlieses erzeugen im Wasser ein positives elektrisches Feld (Zetapotenzial). Da die meisten Schadstoffe – darunter Viren, Bakterien, Medikamentenrückstände und auch PFAS – eine negative Ladung besitzen, zieht der Filter sie beim Vorbeifließen magnetisch an und bindet sie dauerhaft.
Die Vorteile im Überblick:
- Höchste Reinheit: Entfernt nicht nur PFAS, sondern auch Chlor, Schwermetalle und Mikroorganismen.
- Mineralienerhalt: Gelöste Mineralien wie Magnesium oder Calcium bleiben im Wasser, da das elektrische Feld sie nicht bindet.
- Hoher Durchfluss: Das Wasser fließt schneller als bei extrem dichten Aktivkohleblöcken, bei gleichzeitig besserer Filterleistung gegen Viren.
Details zur Disruptor-Technologie: Ausführlicher Beitrag zur Disruptor® Technologie »
Welche Lösung ist die richtige für mich?
Die Wahl des richtigen Filters hängt von Ihren Prioritäten ab:
| Priorität | Empfohlene Lösung |
|---|---|
| Bester PFAS-Schutz + Mineralien erhalten | Carbonit GFP P200 iA PFAS Schutz – >99,9% PFOA/PFBS, Uni Stuttgart getestet |
| Maximale Sicherheit (alle Schadstoffe) | Umkehrosmoseanlage – bis zu 99% aller PFAS inkl. TFA |
| Virenschutz + PFAS + hoher Durchfluss | Disruptor® Technologie – Elektro-Adsorption gegen Viren, Bakterien und PFAS |
Fazit: Sie sind den „Ewigkeitschemikalien“ nicht ausgeliefert
Das Thema PFAS im Trinkwasser ist ernst, aber kein Grund zur Panik. Die Filtertechnologie hat sich schneller entwickelt als die Schadstoffbelastung. Ob durch die wissenschaftlich bestätigte Carbonit Hybrid-Technologie, zuverlässige Umkehrosmose oder innovative Elektro-Adsorption – Sie können Ihr Wasser zu Hause effektiv reinigen.
Schützen Sie sich und Ihre Familie vor unsichtbaren Belastungen und genießen Sie Wasser, das nicht nur sauber, sondern auch sicher ist.
Häufige Fragen zu PFAS & TFA im Trinkwasser
Was sind PFAS und warum sind sie im Trinkwasser?
PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) umfassen mehrere tausend chemische Verbindungen, die wasser-, fett- und schmutzabweisend sind. Die Industrie setzte sie jahrzehntelang in Pfannen, Outdoor-Kleidung und Löschschaümen ein. Da sie sich in der Natur kaum abbauen, sickern sie als sogenannte Ewigkeitschemikalien ins Grundwasser. Besonders problematisch sind Abbauprodukte wie TFA (Trifluoracetat), die herkömmliche Kläranlagen nicht zurückhalten können.
Kann ich PFAS und TFA aus meinem Leitungswasser filtern?
Ja, mit der neuesten Generation von Hochleistungsfiltern ist das möglich. Zwei Technologien sind besonders effektiv: 1) Die Carbonit GFP P200 iA mit instrAction-Harz entfernt PFOA und PFBS zu über 99,9% und reduziert sogar TFA um ca. 55% – bestätigt durch die ISWA-Studie der Universität Stuttgart (2026). 2) Umkehrosmose entfernt bis zu 99% aller PFAS einschließlich TFA.
Was ist der Unterschied zwischen Hybrid-Filter und Umkehrosmose bei PFAS?
Umkehrosmose entfernt PFAS sehr zuverlässig (bis zu 99%), entfernt dabei aber auch alle Mineralien aus dem Wasser. Das Wasser sollte anschließend nachbehandelt werden. Der Carbonit GFP P200 iA Hybrid-Filter erhält die natürliche Mineralisierung des Wassers und filtert trotzdem PFAS hocheffektiv heraus. Der Geschmack des Wassers bleibt weitgehend erhalten.
Wie funktioniert die Elektro-Adsorption (Disruptor-Technologie)?
Die Disruptor-Technologie funktioniert nicht wie ein Sieb, sondern wie ein Magnet. Die Fasern des Filtervlieses erzeugen ein positives elektrisches Feld (Zetapotenzial). Da die meisten Schadstoffe – darunter PFAS, Viren und Bakterien – eine negative Ladung besitzen, zieht der Filter sie beim Vorbeifließen magnetisch an und bindet sie dauerhaft. Der Vorteil: hohe Filterleistung bei schnellem Durchfluss und Erhalt der Mineralien.
Entfernt ein normaler Aktivkohlefilter PFAS aus dem Wasser?
Klassische Aktivkohlefilter können langkettige PFAS teilweise reduzieren, stoßen aber bei kurzkettigen PFAS und TFA an ihre Grenzen. Die ISWA-Studie der Universität Stuttgart bestätigt: Aktivkohle allein zeigt frühe Durchbrüche bei PFHxA (~2.000 L) und PFOA (~2.500 L). Für zuverlässigen PFAS-Schutz benötigen Sie eine Hybridpatrone mit speziellem Ionenaustauscher-Harz wie die Carbonit GFP P200 iA.
Wie wurde die PFAS-Filterleistung der Carbonit GFP P200 iA getestet?
Die GFP P200 iA durchlief zwei unabhängige Testverfahren: 1) Die ISWA-Studie der Universität Stuttgart (2026) verglich drei Filterkonfigurationen mit Bodensee-Trinkwasser und bestätigte >99,9% Abscheidung von PFOA, PFHxA und PFBS. 2) Der NSF-53-Test – der weltweit anerkannte Standard für Trinkwasserfilter – zeigte, dass der Filter den Grenzwert von 20 ng/l über 20.000 Liter einhält.
Wie lange hält die Carbonit GFP P200 iA bei PFAS-Belastung?
Laut den NSF-53-Testergebnissen hat die GFP P200 iA eine zertifizierte PFAS-Kapazität von bis zu 16.000 Litern (mit Lebensdaueranzeige) bzw. 10.000 Litern (ohne Anzeige). Diese Werte beziehen sich auf die PFAS-Filterleistung. Die allgemeine Wechselperiode für den Aktivkohle-Blockfilter bleibt bei 6 Monaten bzw. 7.000 Litern – je nachdem, was zuerst eintritt.